Unwetterwarnung Glatteis: Was du jetzt über Tief Gunda wissen musst, bevor du heute das Haus verlässt

Unwetterwarnung Glatteis aktuell: Deutschland im Griff von Tief Gunda

Deutschland erlebt am Montagmorgen eine der gefährlichsten Wetterlagen des Winters 2026. Mehr als 5000 Menschen haben allein in den letzten vier Stunden nach Unwetterwarnungen zu Glatteis gesucht – ein explosionsartiger Anstieg von 1000 Prozent. Der Deutsche Wetterdienst hat am 12. Januar 2026 flächendeckende Warnungen für große Teile des Landes ausgegeben. Tief Gunda bringt gefrierenden Regen auf eiskalte Böden und verwandelt Straßen, Gehwege und Bahngleise in lebensgefährliche Rutschbahnen. Die Kombination aus Extremkälte und unterkühltem Niederschlag gilt als meteorologisches Worst-Case-Szenario.

Die Situation betrifft nahezu alle Bundesländer, von Schleswig-Holstein über Nordrhein-Westfalen bis nach Bayern. Schulen bleiben geschlossen, Flüge werden gestrichen und der Verkehr bricht zusammen. Was diese Wetterlage so brisant macht: Glatteis ist nahezu unsichtbar und entsteht binnen Minuten, wenn unterkühlter Regen auf gefrorene Oberflächen trifft. Meteorologen sprechen von einer extrem dünnen Eisschicht, die jegliche Kontrolle über Fahrzeuge unmöglich macht. Selbst erfahrene Autofahrer verlieren auf spiegelglatten Straßen die Kontrolle, Fußgänger stürzen schwer.

Glatteis durch gefrierenden Regen: Warum die aktuelle Lage so gefährlich ist

Anders als bei Schneefall bildet sich beim Gefrieren von unterkühltem Regen eine transparente, extrem glatte Eisschicht. Diese entsteht, wenn Niederschlag auf Oberflächen trifft, die unter null Grad Celsius liegen – genau die Bedingungen, die derzeit in weiten Teilen Deutschlands herrschen. Die Böden sind nach tagelangem Frost durchgefroren, während mildere Luftmassen mit Niederschlag heranziehen. Der Deutsche Wetterdienst hat für viele Regionen die höchste Warnstufe Rot ausgegeben, ein Signal für unmittelbare Gefahr für Leib und Leben.

Das Tückische: Glatteis ist kaum zu erkennen. Während Schnee und Raureif sichtbare Warnsignale sind, sieht eine vereiste Straße oft aus wie eine nasse Fahrbahn. Erst wenn Fahrzeuge ins Schleudern geraten oder Fußgänger stürzen, wird das wahre Ausmaß der Gefahr deutlich. Auch der Schienenverkehr leidet massiv unter den Bedingungen. Weichen frieren ein, Züge können auf vereisten Gleisen nicht bremsen – wie der Zwischenfall im Osterzgebirge zeigt, wo eine Regionalbahn entgleiste.

Betroffene Regionen: Von Schleswig-Holstein bis Bayern unter Warnstufe Rot

Die Unwetterwarnungen erstrecken sich über nahezu ganz Deutschland. Besonders kritisch ist die Lage in Schleswig-Holstein und Hamburg, wo der Deutsche Wetterdienst ab 13 Uhr am Montag die höchste Warnstufe aktiviert hat. Aber auch Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz kämpfen mit extremen Glatteisbedingungen. Die Warnungen gelten teilweise bis Dienstagmorgen. Besonders in Dortmund, Frankfurt und München suchen Menschen gezielt nach lokalen Wetterinformationen, um ihre Fahrtwege zu planen.

Die Konsequenzen sind bereits massiv spürbar: In Niedersachsen, Bremen, Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz fällt vielerorts der Schulunterricht aus. Eltern wurden aufgefordert, ihre Kinder zu Hause zu lassen, um gefährliche Schulwege zu vermeiden. An den Flughäfen Frankfurt, München und Nürnberg wurden zahlreiche Flüge gestrichen, da Enteisungsarbeiten und eingeschränkte Sicht den Betrieb lahmlegen. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund meldet erhebliche Einschränkungen, Bahnverspätungen häufen sich bundesweit.

Tief Gunda nach Wintersturm Elli: Serie gefährlicher Wetterlagen

Die aktuelle Unwetterlage ist Teil einer ganzen Serie von Wintertiefs, die Deutschland seit dem 9. Januar heimsuchen. Zunächst sorgte Wintersturm Elli für Schneeverwehungen und Tiefsttemperaturen bis minus 13 Grad Celsius. Besonders Nordrhein-Westfalen, Norddeutschland und der Südosten erlebten Schneefälle von 10 bis 15 Zentimetern, die bereits damals zu Verkehrschaos führten.

Tief Gunda bringt nun eine noch heimtückischere Wetterkombination: Auf extreme Kälte folgt milder Regen, der auf gefrorenen Böden sofort zu Eis gefriert. Autobahnen wie die A4 und A45 sind von massiven Staus betroffen, überall kommt es zu Unfällen. Der ADAC rät eindringlich davon ab, überhaupt mit dem Auto unterwegs zu sein. Wer dennoch fahren muss, sollte sein Fahrzeug mit Decken, warmen Getränken und einem vollen Tank ausstatten – für den Fall, dass man auf eisglatter Straße liegen bleibt.

Wetterbesserung ab Dienstag: Temperaturen bis 13 Grad am Oberrhein

Ab Dienstag soll sich die Situation langsam entspannen. Mildere Luftmassen dringen vor und bringen Temperaturen von bis zu 13 Grad Celsius am Oberrhein. Diese Erwärmung wird das Eis allmählich zum Schmelzen bringen. Doch Vorsicht ist weiterhin geboten: Im Osten Deutschlands bleibt die Lage noch länger kritisch, da sich die milderen Temperaturen dort langsamer durchsetzen. Bis dahin heißt die Devise: Verzichten Sie auf unnötige Fahrten und informieren Sie sich laufend über aktuelle Warnungen des Deutschen Wetterdienstes.

Die explosive Zunahme der Suchanfragen nach Unwetterwarnungen zu Glatteis spiegelt die unmittelbare Betroffenheit von Millionen Menschen wider. Anders als Schneefall, der zumindest sichtbar ist, schleicht sich Glatteis heran – unsichtbar, tückisch und extrem gefährlich. Tief Gunda erinnert daran, dass der Winter in Deutschland nach wie vor mit voller Wucht zuschlagen kann und dass moderne Warnsysteme Leben retten. Wer rechtzeitig nach Unwetterwarnungen sucht und entsprechend handelt, schützt sich selbst und andere.

Wie verhältst du dich bei extremem Glatteis wie jetzt?
Bleibe komplett zu Hause
Fahre nur mit Winterreifen
Nutze nur öffentliche Verkehrsmittel
Gehe zu Fuß mit Spikes
Fahre trotzdem normal Auto

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